Forschungsgesellschaft Atemwegerkrankungen COPD Asthma LungenkrebsDie Zahl der Atemwegerkrankungen steigt aktuell im Vergleich zu anderen Krankheiten am stärksten. Zu den chronischen Erkrankungen der Lunge zählen vorrangig das weitgehend bekannte Asthma bronchiale und die COPD (chronic obstructive pulmonary disease), die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

So gehört COPD mittlerweile zu den häufigsten Krankheiten und steht in der WHO-TOP-TEN-Erkrankungen an 4ter Stelle. COPD ist ein Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem und darf nicht mit der chronifizierten Form des Asthma bronchiale verwechselt werden.

Parallel zu diesen beiden Atemwegerkrankungen hat sich der Lungenkrebs weltweit in den letzten Jahren zur Krebstodesursache Nummer 1 entwickelt.

Defizite bei der Forschung
in der klinischen und ambulanten Nachsorge


Seit vielen Jahren sind die Gründer der Forschungsgesellschaft Atemwegerkrankungen, durch langjährige klinische Erfahrungen im Alltag und/oder durch die persönliche Wahrnehmung als Bewohner der Nordseeinsel Föhr, im Kontakt mit Betroffenenen, mit diesen Erkrankungsformen konfrontiert.

So entwickelte sich die gemeinsame Überzeugung aktiv werden zu müssen. Denn obwohl der Forschungsbedarf im Bereich der Atemwegerkrankungen groß ist, sind die Forschungstätigkeiten in der Pneumologie (Lungenheilkunde) quantitativ und qualitativ noch stark ausbaufähig. Ein Defizit sehen wir bei den Forschungsaktivitäten im Spektrum der klinischen und ambulanten Nachsorge. Hier wird speziell der Bereich der Rehabilitation geradezu stiefmütterlich behandelt.

Viele Studien beweisen, wie wertvoll und nachhaltig die Wirkung einer professionellen, ganzheitlichen Rehabilitation in geeigneter Umgebung ist. Gerade auch im Vergleich zu vielen medikamentösen Interventionen, sind die langfristigen Benefits mit Fokus auf den Krankheitsverlauf der Patienten und deren Lebensqualität erfahrungsgemäß sehr positiv und nachhaltig.

Gründung des Vereins
Forschungsgesellschaft Atemwegerkrankungen e.V.


Eine Ursache für die beschriebene Situation liegt sicher in den erheblichen finanziellen und personellen Leistungen, die erforderlich sind, um Fragestellungen bzw. Problematiken zu erforschen. Genau dort wollen wir mit der Gründung unseres Verein „Forschungsgesellschaft Atemwegerkrankungen e.V.“ ansetzen.

Finanzieren werden wir unsere Aktivitäten vorwiegend über die Beiträge der hoffentlich steigenden Mitgliederzahl und durch Zuwendungen von Menschen und Institutionen, die unser Engagement für die Atemwegforschung unterstützen möchten. Erfreulicherweise wurde unsere Forschungsgesellschaft vom Finanzamt Flensburg als gemeinnützig für den Zweck „Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens“ anerkannt und daher sind Zuwendungen an uns steuerlich abzugsfähig.

Unser erstes Projekt – Start 2017


Das erste von uns auf diesem Wege unterstützte und finanzierte Projekt wird die Reha-Studie „Einführung und Evaluation des Nachsorgekonzepts Neues Credo bei Rehabilitanden mit COPD“ in Kooperation mit Frau PD Dr. Ruth Deck vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie (ISE) an der Universität Lübeck sein und ist im Februar 2017 gestartet.

„Die Nachsorgestrategie – Neues Credo COPD“ (Flyer zum Herunterladen)


FORSCHUNGSGESELLSCHAFT ATEMWEGERKRANKUNGEN E.V. | htpps://www.atemwege.science